Der trockene Jahresrückblick...


Neben allerlei Baustellen, um uns das schnelle Internet in die Wohnung zu bringen, gab es eigentlich keine großartigen Investitionen, welche wir seitens der Stadt der Moderne in unserem Ort erfahren durften. Wenn nächstes Jahr der Rest der Chemnitzer Straße mit einer neuen Deckschicht versehen wird, könnte man sich wünschen, dass die Bauarbeiter aus Versehen zum anderen Ortsausgang fahren, weil dort schon wieder, passend zur Weihnachtszeit, die Straße wie Pfefferkuchen bröckelt.

Danke an alle, die im Verein, mit Ihrem Unternehmen, mit dem Einmannbetrieb, der Mittelständischen Firma oder als Privatperson dennoch in Grüna durch aktive Mitarbeit oder mit einem Spendenbeitrag das umsetzen, was dringend nötig war. Nicht zu vergessen hierbei auch ein Dank an beide Kreditinstitute, welche unsere letzten Murmeln verwalten und dafür auch einige viele davon 2017 in dieses Spiel mit eingebracht haben.

Danke dem Ortschaftsrat für seine Arbeit, wünschenswert ist etwas mehr Geschlossenheit und eine bessere Artikulation. Danke an unsere Bürofee Heike Dybeck, welche sich schnell eingearbeitet hat und gewissenhaft all das erledigt, was per Brieftaube Richtung City flattert.

Danke allen Vereinen für einen megastarken Außenauftritt und die Nachwuchsförderung. Besonderer Dank unserem stets sauber arbeitenden und freundlich auftretenden Bauhof – stellvertretend sei Olaf Rümmler genannt – und unseren Hausmeistern.

Nach der Einwohnerversammlung West und dem zuvor stattgefundenen Gespräch der Ortsvorsteher stellt sich etwas Ernüchterung ein. So wurden am 4. September bei unserer OB die Baumaßnahmen der einzelnen Ortschaften vorgestellt. Für Grüna und das Jahr 2017 wurden die Schulsanierung und die Bauwerksertüchtigung am Totensteinturm dabei mit modernster Technik an die Wand projiziert. Dies umfasste den Zeitraum 2013 bis 2015. Vor Schreck griff ich heimlich zu meinem „Gehirn" in der Hosentasche und tatsächlich das flache Teil Namens Handy schmetterte mir die Jahreszahl 2017 entgegen. Jetzt weiß ich auch, warum unser Faschingsclub das Motto:"Zurück in die Zukunft" gewählt hat. Für 2017 wurden lediglich die Mittel zur Umgestaltung der Räumlichkeiten für unsere Baumgartenausstellung benannt. Da diese Maßnahme im Dezember beendet sein soll und man noch nicht angefangen hat, lasse ich hier die Jahreszahl lieber weg.

In unseren Sitzungen des Ortschaftsrates wurden zahlreiche Stellungnahmen zu Bauanträgen abgegeben, finanzielle Mittel an die Vereine verabschiedet, deren Zuarbeiten wie in den letzten Jahren leider zu wünschen übrig lassen. Der Doppelhaushaltsplan der Stadt Chemnitz wurde besprochen, unter anderem auch die Gespräche mit unseren Ämtern ausgewertet, denen ich an dieser Stelle für die überwiegend positive und gute Zusammenarbeit im Namen des Ortschaftsrates danken möchte.

Manch Konflikt, mal weniger, mal mehr aufreibend, musste geklärt werden, über die ein oder andere Änderung einer Satzung wurde abgestimmt, viel diskutiert und sich gemeinsam gefreut über das, was unser Ortsgeschehen prägt und dass man an reichlich Festivitäten teilhaben durfte. Und es war ja auch noch Wahljahr. Für die Vertretung unserer Interessen in der Stadt durch unsere Stadträte und die Mitglieder im Landtag, besonders MdL Peter Patt, der fast allen Sitzungen selbst oder mit Vertretung beiwohnt, sei ausdrücklich zum Jahresende auch unser Dank ausgesprochen.

Für 2018 maximale Erfolge in allen Lebenslagen, dem Schätzen was wir in Grüna haben, friedliche Veranstaltungen und rege Beteiligung an selbigen sowie an den Sitzungen des Ortschaftsrates und diversen Stammtischen, das wäre mein Wunsch für das kommende Jahr. Wir haben immer ein offenes Ohr, treten Sie mit uns bitte direkt in Kontakt, nicht nur über Netzwerke, denn da ist manchmal die Kommunikation etwas unterirdisch zugegebener Maßen.

Haben sie besinnliche Feiertage, einen friedvollen Jahreswechsel und freuen wir uns auf ein spannendes neues Jahr mit all dem, was es uns bringen vermag. Liebe Ortschaftsratsmitglieder, danke dass ihr mich ertragen habt, aber mit einem Augenzwinkern sei gesagt – ihr seid auch nicht immer einfach. In diesem Sinne

auch 2018 dort das Rathaus steht,

wo sich "wie immer" jetzt die Pyramide dreht...

Der nicht so trockene Jahresrückblick...

In Gemeinschaft leben – vom Wiesengrund bis hin zum Wald,
Gemeinschaft pflegen – damit wird man gern in Grüna alt....


Nach dem Anfang kommt das Ende,

zum Weihnachtsfest gibt's nicht nur Gans und Ente

und dabei ganz sachte und mit Bedacht,

wünscht das alte Jahr bald uns ´ne gute Nacht.

Im Endspurt folgen nun noch mal stressige Tage,

der Einkauf für den Besuch wird zur Plage,

abgefüllt im Minutentakt,

zieh'n wir übern Grünaer Weihnachtsmarkt

und fühl'n uns schlapp nach Glühwein, Roster oder Bieren

und schleichen im Dunkeln nach Hause auf allen vieren.

Vorbei an Mutti, die man weckte,

weil man sich am Spiegel fast selbst erschreckte.

Endlich geschafft bis auf die Toilette,

fühlt man sich sicher und krallt sich fest wie eine Klette,

um den Tag nochmal Revue passieren lassen zu können.

Morgen dann Kopfweh – da hilft kein flennen.

Und so gehen sie dahin, die Tage,

vorbei das Jahr - viel zu schnell, dass ist wahrlich keine Frage.

Was ist alles passiert, was hat es gebracht,

war alles nur traurig oder hat man auch viel gelacht?

Es war ein Kommen und ein Gehen,

manchmal Kopfschütteln über das, was man hat gesehen.

Und doch Freude auch bei vielen kleinen Dingen,

welche konnten uns in 2017 gut gelingen.

Abseits unserer hektischen Stadt der Moderne,

wo man hat uns eigentlich ganz sehr gerne,

wurde gewerkelt gar an vielen Orten.

Ob an unserer Schanze oder beim Konditor an den Torten,

ob Fasching, Festivitäten, Brauchtumsfeuer,

Kirmes oder gar Halloween, ganz ungeheuer,

das Vereinsleben, es blühte wahrlich auf,

leider löschte unsere Feuerwehr auch manches Feuer.

Nun es war immer was los in unserem Orte

und die restliche Zeit zog es uns auch mal vor die Pforte.

Zu unseren Nachbarn, man soll das Verhältnis ja immer pflegen,

nicht nur nehmen, auch mal geben.

Als der Kaiser ganz diskret in Grüna weilte

und als Roland mit seiner Stimme manches heilte,

flog gar selbst der MDR zu uns hier her,

natürlich wegen unserem Oberförster und ihm zur Ehr.

Wie soll der Ortsvorsteher mit Diplomatie es sagen,

gemeckert wurde auch gar viel in all den Tagen.

Manchmal berechtigt, weil Geduld ist eine hohe Gunst,

wenn man stets nach dem Besten schlunzt.

Manchmal leider auch völlig daneben und ohne Grund,

doch hier halt ich besser wohl meinen Mund.

Die Besserwisser, die so vor sich hin da schmachten,

die können es gerne selbst viel besser machen.

Doch halt, gebt darauf Acht und seid gescheit,

denn vergesst bitte nicht, das kostet auch eure Zeit!

Nun auch nicht jeder ist hier willkommen,

vieles haben wir erleben dürfen und auch vernommen.

Stets aufklärend, helfend, mit Mühe und ohne Rast,

es benehmen sich nicht alle so wie ein Gast.

Doch halt, wir haben bald den Monat der ganz großen Besinnlichkeit,

also hoffen wir, dass es schneit.

Nun denn, wo waren wir eigentlich vorhin stehen geblieben?

Bei der Verwandtschaft, der ganz lieben,

welche wir über die Feiertage bald werden mästen,

früher kamen die sogar noch aus dem Westen.

Was hat man sich gefreut über Kaffeegeruch,

welcher aus kontrollierten Päckchen war gestiegen,

oder Duft, welchen man sich hat an den Körper gerieben,

es war einer mit der Nummer 7 .

Man hat sich gefreut, war glücklich und man hat von Herzen gelacht und war nicht so verbissen,

genau das ist es, liebe Leser dieser Ausgabe, was ich persönlich tue bei so manchen vermissen.

Ich weiß, dass nicht immer jeden Tag die Sonne über unserem Orte gar hell und kräftig scheint,

ich weiß, dass mancher von uns Sorgen und Probleme hat und deshalb auch still und heimlich weint.

Wie viele, weiß ich das auch aus eigener Erfahrung und könnte eine Menge darüber berichten.

Doch soll man deshalb wirklich auf alles, was noch kommt an schönen Momenten verzichten?

Hätten das vielleicht die oben bereits erwähnten Generationen auch vor uns schon so gemacht,

dann mag ich sehr bezweifeln, ob man hätte es dann wirklich soweit wie jetzt wohl gebracht.

Wir leben in Überfluss, sind manchmal nicht bereit zu teilen,

wollen überall aber auch verweilen,

dabei vergisst man völlig unumwunden,

für manch grässliche Tat ist die Hemmschwelle gesunken.

Auf dieser runden, bunten Kugel, wir nennen sie tagtäglich unsere Welt, die sich immer noch dreht,

welche, wenn wir so weitermachen, aber irgendwann nicht mehr steht.

Ich zum Beispiel freue mich, dass ich mich mit meinen Nachbarn wirklich mehr als gut verstehe,

freue mich, wenn ich Menschen, die mir nahe stehen, wieder völlig glücklich sehe.

Die Gemeinschaft, das ist etwas, was man kann nicht bei Amazon bestellen oder gar dort buchen,

es ist etwas, da muss man sich selbst öffnen und auch von sich aus mal den Anschluss suchen.

Also nutzen wir die Tage, wo sich Räucherkerzenduft durch unsere geschmückten Gemäuer windet,

wo man beim Verstecken der Geschenke plötzlich die vom letzten Jahr gar wiederfindet,

legen wir ein mal die kleine in sich gekehrte Ruhepause,

bevor es geht weiter zur nächsten Sause.

Denken mal an die Gesundheit und seien wir vor noch mehr Stress und ständiger Erreichbarkeit auf der Hut.

Und siehe da, ganz tief in dir drinnen, da sagt die Stimme: "Weißt du - uns geht es eigentlich wirklich gut".

In diesem Sinne, wenn sich Heiligabend wieder unzählige Menschen Richtung unserer Kirche bewegen,

wenn nach dem Krippenspiel, Posaunenchor und Andacht unser liebenswerter Pfarrer gibt den Segen,

wenn du innerlich zählst und denkst – ach Mensch, Silvester ist nun schon wieder in sieben Tagen,

genau da sollest du dich fragen:

Was hab ich eigentlich zur Gemeinschaft aktiv mit beigetragen?