Die Tage werden schon wieder kürzer...


und das Gesicht manchmal länger, wenn man durch Grüna streift und dann sieht, wie sich manche Hand scheinbar unbewusst von Gegenständen trennt, welche sich dann an irgendwelchen Ecken zum Plausch treffen. Die Leute mit Handproblemen sollten vielleicht den Weg zum Arzt aufsuchen, um sich von dieser nicht seltenen Krankheit heilen zu lassen.

Das Schlimme ist nur, wenn jemand es wegräumt denkt sich die kränkelnde Hand, hier darf ich wieder was fallen lassen... Also beschweren wir uns nicht über andere Menschen, fangen wir bei uns in Grüna an

An manchen Stellen im Wald prangt jetzt dieser freundliche Gruß, manchmal hat er auch schon gefruchtet. Angefangen hat man mit der Aktion beim neu entstehenden Trimm Dich Pfad am schönen Forsthaus. Wir wünschen uns sehr, dass dort kein Vandalismus Einzug hält, da dieses Geld hart erbeten wurde und viele Schreibtische beschäftigt hat. Dennoch ging irgendwo eine Türe auf in der Moderne...

Eine Türe wurde auch aufgemacht durch unseren ehemaligen Bürgermeister Herrn Gerhard Traetz. 1992, damals noch in Bonn, wurde schon ein guter Draht zum Kanzleramt gesponnen. Das Schriftstück erinnerte mich gerade bei der Nachricht vom Ableben des ehemaligen Kanzlers an das, was in der Zeit bis jetzt alles in Grüna geschaffen wurde und wie schnell doch diese Zeit verging. Leider fiel auch die Eingemeindung in diese Zeit, immerhin nun schon 18 Jahre.

Nun, man soll ja immer nach vorne schauen und deshalb wünschen wir der Generation, welche einen neuen Lebensabschnitt mit der Einschulung beginnt, alles Gute und beste Erfolge. Genießt die Zeit in der Schule, denn so eine wird im Leben nicht wieder kommen.

Und da das Leben schön ist, wurde auch viel gefeiert und wird es auch, wie zum Beispiel zu unserer Kirmes. Auch Grünaer zog es in die ferne Welt, so zum Beispiel zum Maibaumsetzen nach Reichenbrand und nach Stelzendorf zum Sommerfest. Dort wurde dem ein oder anderen auch klar, wie komfortabel wir in Grüna in jeder Hinsicht eigentlich ausgestattet sind.

Im Vorfeld den Zutuenden in Form von Spenden und helfenden Händen zur Kirmes unser Dank. Rückblickend gab es auch schon attraktive Festivitäten im Juni bei unseren Freunden des runden Leders im Wiesengrund, im Juli zeigten sich unsere „Hasen" von ihrer schönsten Seite bei unserer Feuerwache, welche doch tatsächlich schon zehn Jahre im neuen Gewande erscheint. Ich erinnere mich noch gut an die Einweihung.

Auch so manche Ortschaftsratssitzung wurde bestritten, gegen eine Verkürzung des Reinigungszyklus der Straßen gestimmt (obwohl wenn ich den Müll sehe) und gelauscht, was uns erwartet, wenn Chemnitz die Kulturhauptstadt wird. In der Fülle der Informationen ging völlig unter, dass dies 20 Mill. Euronen erfordert ... aber es ist ja erst 2025, wo hingegen 875 Jahre Chemnitz im nächsten Jahr schon gefeiert wird und man mit den Vorbereitungen immerhin bereits dieses Jahr begonnen hat.

Auch ist vom Ortschaftsrat angedacht, mal eine öffentliche Sitzung zusammen mit Stadträten zu veranstalten. Leider findet die Einwohnerversammlung für den Chemnitzer Westen wieder in Reichenbrand im „Haus des Gastes" statt, obwohl wir schon mehrmals auf unser schmuckes Haus in Grüna – also das KiG – hingewiesen hatten. Aber vielleicht hat auch mancher Vertreter der Bürokratie Angst bekommen beim Slogan (vielleicht hat er das Wort KiG = Glück völlig falsch gedeutet), zumal man dort sofort im Anschluss nach der Versammlung und dem Informationsstau im Kopf sich noch ´ne Tablette holen könnte. Stau gibt es auch (fast) keinen mehr, der Kreisverkehr ist offen und vor Freude möchte man gar nicht wieder herausfahren. Herausgefahren waren auch unsere Stelzendorfer Freunde, als zum Vereinsstammtisch ins Mäusenest eingeladen wurde. Danke an die Gastgeber, denn nicht jedes Event muss immer für die Tonne sein...

Selbige fand ich, als ich wieder mal am Wochenende zur besten Nachmittagszeit meine Ruhe haben wollte. Nach langen hin und her an der Googlesuchmaschine entschied ich mich mit meinem Bauchgefühl dann doch für Chemnitz und die Innenstadt. Meine Angst, keinen Platz mehr bei diesem schönen Wetter zu bekommen, verflüchtigte sich dann ganz schnell. Selbst das Fahrrad brauchte ich nicht anschließen, es war niemand da. Auch von der Bedienung scheinbar nicht, nach genau 21 Minuten, Durst und innerer Unruhe, weil es zu ruhig war, entschloss ich den Heimweg anzuradeln, unterwegs noch paar Kugeln mir zu geben (also lecker Eis) und im Garten am Teich der Natur zu lauschen. Mancher, dem es ebenfalls zu ruhig war, beneidete mich schon, weil er war Fußgänger und ich mit dem Esel (aus Draht).

Dass der Chemnitzer Westen NICE ist (ist englisch – theoretisch kann man auch schön sagen, aber wer spricht schon noch deutsch hier), hat sich auch beim MDR rumgesprochen und nach einer ausgiebigen Besichtigungstour, allerhand Kaffee und leckerer fester Nahrung war man bereit, hier zu drehen. Das Ergebnis werden wir bestaunen ... siehe FF dabei oder wie die Fernsehzeitungen jetzt heißen.

Fernsehreif wird auch ein kleiner Baum, welcher in Grüna Früchte tragen möchte, doch bevor er das Loch für die Wurzel erblicken darf, wird es mehrmals regnen. Man versprach mir im grünen Amt, dass es vielleicht ganz schnell geht und schon im Herbst 2018 dann der Spaten sich auspowern darf...

Nun ja, da im „Blättl" einige Seiten für unsere umfangreichen Kirmesaktivitäten mit Buchstaben und bunten Bildchen gefüllt sind und ich ihre Augen deshalb noch schonen möchte, um die Vielfalt der Aktivitäten genau zu durchleuchten, fasse ich mich kurz. Ich freue mich, Sie oder Sie bei der einen oder anderen Aktivität begrüßen zu dürfen ich freue mich auf zahlreiche Gäste, unter anderem auf unserem Festgelände. Ein Gast kommt extra aus Köln, denn wir haben einen gemeinsamen Termin am 18.08. ab Mittag in der Chemnitzarena. Warum, weshalb und wieso und was das auch mit dem Jubiläum zum Beispiel vom Grünaer Faschingsclub zu tun hat, das werden wir am Abend auf der Bühne zelebrieren ... ich freue mich schon wie die Höhner (ach nee, hier heißt das ja Hühner) und trink ich erst mal ´ne Selter, oder war das doch Bernd, der Stelter?

In diesem Sinne

möge alles so gelingen,

wie wir es uns wünschen wollen,

sowohl die „jungen" als auch die „ollen".

Übrigens, am 14. August 19.00 Uhr Rathaus Grüna – da ist die nächste Ortschaftsratssitzung nach der Sommerpause...man sieht sich.

Euer Lutz