Grünaer Kirmes –


auch für den Schnitzverein Grüna e.V. ein
Test für das Jubiläums-Heimatfest im kommenden Jahr

 Die Vorbereitungen auf die Kirmeswoche gestalteten sich auch für den Schnitzverein wieder als eine besondere Herausforderung. Aufgerufen durch den Ortsvorsteher kam es darauf an, durch ein gutes Zusammenwirken der vielen fleißigen Helfer und der ortsansässigen Vereine die diesjährige Kirmes wieder zu einem Höhepunkt des kulturellen Lebens in Grüna werden zu lassen. So hatten die Schnitzvereinsvorsitzende Andrea Schmidt und Steffi Rudat aus dem Kulturbüro sowie ihre fleißigen Unterstützer aus dem Verein wieder einmal alle Hände voll zu tun, um die Erwartungen zu erfüllen.

 Für den Schnitzverein begann die Kirmeswoche mit dem Tag der offenen Tür am Donnerstag im „Schnitzerhäusl“ des Folklorehofes. Während man den Holzschnitzern bei ihrem Hobby zuschauen konnte, hatten die Klöpplerinnen Ursel Forbrig und Ursel Parthum im Schaufenster des Schnitzerhäusl ihre Klöppelarbeiten als Farb-Kreationen zum Thema „Die vier Jahreszeiten“ ausgestellt.

 Im Taubenschlag wurden erstmalig Pyramiden und Schwibbögen aufgestellt, die sonst nur zur Weihnachtszeit in Grüna im Freien zu bewundern sind. So konnten die Besucher die Pyramiden von Siegfried Nitsche, Dieter Reichel und Peter Schmidt in Augenschein nehmen. Interessant war es auch, einmal die großen Schwibbögen von Familie Schneider und Herrn Schlegel aus der Nähe zu sehen. Weiter wurden interessante Variationen von „Seifenkisten“ zur Schau gestellt.

 Der Freitag begann am Nachmittag mit der Feier der Volkssolidarität bei Kaffeetrinken und Tanz im Festzelt. Zur feierlichen Eröffnung am Abend hatten sich alle in Grüna beheimateten Vereine auf Einladung des Ortsvorstehers Lutz Neubert im Festzelt eingefunden. In seiner Eröffnungsrede wies er schon auf das große Heimatfest anlässlich des 750jährigen Jubiläums im kommenden Jahr hin. Pfarrer Göckeritz erläuterte den historischen Zusammenhang zur Grünaer Kirchengeschichte bis zum gegenwärtigen Grünaer Kirchengeschehen.

 Ein besonderes festliches Gepräge wurde der Veranstaltung durch das Auftreten der Grüner Schützengilde e.V. und dem Grünaer Faschingsclub e.V. gegeben. Mit Böller und viel Schwung, begleitet von der Band „Kaiser’s - 30 Jahre Jubiläumstour“, gestaltete sich die Feier rasch zu einem stimmungsvollen Treiben mit Tanz und guter Laune. Die Brillenmodenschau der Fielmann AG erfreuten die zahlreichen Gäste, nicht nur wegen der gezeigten Brillen.

 Am Sonnabend begeisterte Fernsehlegende „Sport-Adi“ kleine und größere bzw. jüngere und ältere Grünaer mit sportlichen Herausforderungen. Auf dem Innenhof des Folklorehofes, dem Taubenschlag und dem Schnitzerhäusl warteten auf die Schaulustigen und Interessierten zahlreiche Ausstellungen der verschiedenen Gewerke und Initiativen von Interessengruppen. So konnten die Besucher beim Holzschnitzen, beim Klöppeln oder auch beim Schmieden zuschauen. Vor allem galt das Augenmerk den Kindern und ihren Wünschen. Der Heimatverein hatte im Festzelt einen Kuchenbasar eröffnet. So waren die Besucher im Festzelt zum Kaffeetrinken eingeladen und konnten den Darbietungen des Grünaer Gesangvereins folgen. Abends wurde im Festzelt getanzt mit der Showband „Blue Effekt“. Eine Feuershow schloss den ereignisreichen Tag ab.

 Der Sonntag begann mit dem großen Festgottesdienst im Festzelt mit Posaunenchor und Band, dem sich ein Kuchenbasar der Kirchgemeinde anschloss. Am Nachmittag gab es ein Wiedersehen mit den gut bekannten Breitenauer Musikanten, die uns schon über 20 Jahre treu begleiten. Aber dem Christian fehlte leider die gewohnte wilhelminische Pickelhaube. Dem konnte zu seiner Überraschung und zur Freude der Gäste abgeholfen werden, denn Schnitzvereinsmitglieder hatten einen Helm organisiert und diesen mit einer gedrechselten und goldglänzenden Spitze versehen. Weiter ging es mit einer großen Modenschau des Modestübchens Strohm, und die Breitenauer Musikanten überzeugten wieder einmal mit beschwingter Musik und volkstümlichen Weisen.

Der insgesamt sehr ansprechende und wohl auch sehr erfolgreiche Ablauf der diesjährigen Grünaer Kirmes konnte nur so gut gelingen durch das unermüdliche Wirken des Ortsvorstehers Lutz Neubert und durch das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure. An dieser Stelle soll allen fleißigen Helfern bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Veranstaltung gedankt werden. Insbesondere gilt der Dank für die freundliche Unterstützung der Fa. Getränke Pfeifer, dem Forsthaus Grüna und dem Kulturbüro der Stadt Chemnitz.

Wolfgang Leonhardt

Vereinsvorstand

Bilder zur Kirmes finden Sie hier: