Infos zu Baumfällungen, zur Vereinsarbeit u.v.m.


Da lachte mich doch glatt zu unserem jahrelangen großen traditionellen Hexenfeuer in Grüna einer aus, als ich mein Handy aus der Tasche zog, welches sehr klein und ohne Kamera und in der heutigen Zeit tatsächlich nur zum Anrufen ist. Im Laufe des Abends erzählte er mir nach dem Genuss alkoholischer Flüssigkeiten an den Ausschankstellen verschiedener Vereine, was er für hohe Rechnungen hätte, seitdem er sein I-Phone besitzt, weil sich ab und zu eine App einwählt, ohne dass er es merkt (da lachte ich dann etwas ausgiebiger) Upps – nach diesem Traum bin ich am 1. Mai aufgewacht – Hexenfeuer in Grüna? Es sollte unsere Aufgabe sein, es endlich wieder 2013 auferstehen zu lassen, es diente doch wesentlich der Kommunikation zwischen allen Generationen. Ich kümmere mich um die Gespräche mit der Stadt und einen geeigneten Platz. Mein Aufruf an alle Vereine und Freiwillige, helft mit bei der Ausgestaltung.

Aber zurück zum Handy. Es ist schon komisch, wenn wir unser Wissen heute in der Tasche tragen, früher war der Speicher im Kopf. Das einzige, was sich nicht ändert, ist die Zeit an sich und wie schnell sie vergeht. Kaum sind die letzten Zeilen der vorherigen Ausgabe geschrieben, sitzt man schon wieder vorm neuen Exemplar unseres gemeinsamen Anzeigers von Grüna und Mittelbach.

Wie immer finden Sie in dieser Ausgabe Informatives aus beiden Ortsteilen. Ich möchte an dieser Stelle nach freundlicher Absprache mit unserem Revierförster ein paar Ausführungen zu unserem Wald beisteuern. Es wird etwas von der Arbeitsgruppe Ortsgestaltung zur Ausschmückung unserer 750-Jahrfeier im nächsten Jahr und einen Rückblick auf die letzte Ortschaftsratssitzung zu lesen geben, sowie das ein oder andere am Rande – Erfreuliches immer zuerst.

In der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler im April schlich sich auch die Spendendose unserer 750-Jahrfeier durch den Raum und freute sich über knapp 200 Euro. Weiterhin in geheimer Mission unterwegs war auch eine musikalisch verpackte Spendendose am 1. Mai vor unserem Hotel Forsthaus, als unsere „Kaiserbuam" auf Dienstjubiläumstour bei traumhaft sommerlichen Temperaturen die warme Jahreszeit einläuteten mit Hinweis auf unser großes Fest.

Gefreut habe ich mich auch, dass unser Heimatverein beim 15. Maibaumsetzen in Reichenbrand wieder beim Festumzug dabei war, dazu der Förderverein unserer Feuerwehr zur Geräteschau bei Connys Getränkemarkt einlud und auf die Jugendarbeit und wichtige Nachwuchsförderung bei den Kameraden aufmerksam machte. Auch die Fahrradtour der Chemnitzer Feuerwehr machte im Gerätehaus in der Wehrgasse 1a am 6. Mai Zwischenstopp, wobei das Wetter um einige Grad kühler war als eine Woche vorher. Es ist immer wieder schön, wenn man sich auch nach außen präsentiert, denn wie heißt es so schön: im Gespräch bleiben.

Gespräche mit unterschiedlichen Meinungen für und wider gab es auch in unserer letzten Ortschaftsratssitzung mit wiederholter Thematik Dorfstraße Grüna „Tempo 30" oder „Zone 30". Dazu gibt es einen Beitrag in dieser Ausgabe. An dieser Stelle ein freundlich gemeinter Hinweis. Wer sich über ungenügende Informationspolitik in Grüna beschwert, dem sei von mir ans Herz gelegt: Unsere Ortschaftsratssitzungen sind öffentlich und wir freuen uns über reges Interesse, denn nur vor Ort kann man sich wirklich eine klare Meinung bilden, wenn man selbst dabei ist und nicht erst am nächsten Tag vom Schwager des Nachbarn seiner Schwester sich Informationen zusammen bastelt... Und damit ein Dankeschön an unsere neuen Stammgäste, welche wir regelmäßig in letzter Zeit begrüßen durften.

Es steht nicht immer alles in der Zeitung, manchmal aber auch Sachen wie zum Beispiel Buchsbaum ausgegraben auf dem Friedhof Grüna. Ein Erfolg, jemand auf frischer Tat ertappt zu haben, dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn wenn ich sehe, wie viele Gartengeräte das Weite schon wieder gesucht haben, da könnte einem schon wieder übel werden oder so... Weiß man eine kostenfreie Nutzung solcher Sachen überhaupt noch zu schätzen? Wenn ich die Mülltonnen auf dem Friedhof leere und Küchenabfälle und Sachen aus dem Haushalt finde, muss das gerade auf dem Friedhof sein? Diverse Leistungen schließen die jährlichen Friedhofsgebühren nicht ein, können aber im Notfall selbige erhöhen. Freunde, kommt bitte zur Besinnung!. Gleich noch einige Worte zur Baumfällung auf dem Friedhof. Er bleibt ein Gottesacker mit parkähnlicher Gestaltung, kein Kultur- oder Tierparadies, obwohl 15 neue Nistkästen für Vögel angebracht wurden. Die Fällung dieser Fichten war und ist ausschließlich dem Umstand geschuldet, dass unser Friedhof in keinster Weise sich flächenmäßig vergrößern kann und diese Bäume nur vorübergehend zur Regenerierung des Bodens angepflanzt wurden. Auch wenn man mit Argumenten anderer Friedhöfe das Gespräch sucht, so sei doch freundlich darauf hingewiesen, dass jeder Boden anders beschaffen ist und auch nicht überall aufgrund von Wasseradern eine Erdbestattung erfolgen kann. Es ist auch hier ein Geben und Nehmen. Und wenn sich viele fragen, warum schreibt der Lutz jetzt das an dieser Stelle, so wollte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gehe auf Nummer sicher, dass es gelesen und vielleicht in den Grundzügen auch verstanden wird. Es gäbe noch mehr, aber man trifft sich ja ab und zu auch auf ein Gespräch.

Fragen über Fragen bekommt auch regelmäßig unser Revierförster Ullrich Göthel, welcher jeden dritten Donnerstag seine Sprechstunde im Rathaus hat und am 5. Mai zum Frühlingsspaziergang eingeladen hatte. Für alle, welche den interessanten Termin nicht wahrnehmen konnten, hier nun einige Antworten auf diverse Hinweise und Grübeleien, wie zum Beispiel: Was hat es mit den großangelegten Baumfällungen auf sich? Wer bringt wann die Wege in Ordnung? Wann wird der Waldboden gekehrt.... Die momentane Teilrodung wird als Durchforstung bezeichnet. Sie ist in dieser Form üblich. Dabei werden Bäume gefällt, die bessere jüngere Bäume im Wachstum behindern. Es wird ein natürlicher Prozess künstlich vollzogen, da hierdurch der Rohstoff Holz gewonnen werden kann. In der Natur läuft dieser Vorgang wesentlich langsamer automatisch bei den Bäumen ab, die sich gegenseitig umbringen, um die Vorherrschaft zu erlangen. Man nutzt allerdings das gesunde Holz und löst somit die Wachstumskonkurrenz auf und hat den Rohstoff zur Verfügung. Der Wald wächst so stark (durchschnittlich um die 10 bis 12 Festmeter je Hektar und Jahr), dass zirka alle zehn Jahre je Hektar und Jahr sechs bis sieben Festmeter entnommen werden können. Restholz bzw. Astholz nach der Fällung verbleibt im Wald und kann gegen Erwerb des Holzlesescheines zu Brennholzzwecken entnommen werden. Ansonsten stellt es einen ziemlich bedeutenden Lebensraum am Waldboden dar, da die Todholzschicht sehr vielen Lebewesen Siedlungs- und Deckungsraum gibt. Auch werden die bedeutendsten Nährstoffanteile im Wald belassen, da diese vornehmlich im Reisig und nicht im dicken Holz zu finden sind. Ein „gekehrter" Wald wäre immer auch ein artenärmerer Wald. Selbstverständlich werden die dabei beschädigten Waldwege nach dem Abtrocknen und dem Ende der Arbeiten wieder in Ordnung gebracht. Hierbei wird um etwas Verständnis und Geduld gebeten. Danke, lieber Ulli, für ein paar Antworten auf Fragen und ich freue mich schon auf unsere Kirmes, denn da wirst Du auch mit vor Ort sein.

Damit der Kirmesfestplatz bei Einbruch der Dunkelheit im Licht erstrahlen kann, möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bei der Bau- und Montageschlosserei Stoppa bedanken für die schnelle Neuanfertigung der Lichtmasten, weil vorherige uns nach einem Rangiermanöver umknickten. Kostenfrei wurden uns extra nun kürzere Masten bereit gestellt für eine Sperrkette.

Glückwunsch auch an unseren Billardverein zum 30jährigen Jubiläum und volle Vorfreude schon auf die Handballer (mehr dazu im Heft). Weniger erfreulich ist die momentan verhängte Haushaltssperre der Stadt Chemnitz mit einer Kürzung der schon geringen Mittel um sechs Prozent. Sie betrifft alle Bereiche in der Öffentlichkeitsarbeit und die Investitionen, aber auch den Kulturbetrieb des Folklorehofes, welcher in den verantwortungsvollen Händen unserer Schnitzer liegt, sowie die Vereinsförderung und die Unterstützung einer zentralen Veranstaltung. Fairerweise muss man aber sagen, dass dies alle Bereiche betrifft, andere mit noch härteren Auswirkungen.

Kurz vor Vollendung steht die Fertigstellung unserer DVD von unserer 725 Jahrfeier 1988!, welche dann bei unserem „Micha" im Fotolabor erhältlich sein wird.

Unser Rathaus hat einen neuen Mieter – Direktvermarktung in Sachsen e.V., welcher Hofläden der organisierten Bauern bewirbt, Märkte und ländliche Feste organisiert ... man wird sich noch selbst vorstellen.

Keinen Radkappenersatz bracht man mehr beim Ein- und Ausfahren zur Pennymeile mit dem weit und breit noch einzigem Schlecker-Geschäft. Dank an unseren Bauhof für schnelle und saubere Erfüllung von Wünschen auf dem kurzen Behördenwege, ohne dass erst der lange Schreibtischweg über Chemnitz gesucht werden muss.

Bevor man für eine Sache abwägt, ob es gut ist oder was man eventuell für Konsequenzen dadurch hat, sollte man einfach mal machen, damit was wird (das spart enorm viel Zeit). NELU 2012

Euer Lutz

mit sommerlichen Grüßen aus der Chemnitzer 109