Das Jahr vor den Jubiläen


Nun hat es begonnen, das neue Jahr 2012 mit neuen Vorsätzen oder auch nicht (ehrlicherweise lege ich die Messlatte lieber nicht ganz so hoch, weil ich mich kenne). An erster Stelle, natürlich im Namen des gesamten Ortschaftsrates alles Gute, Gesundheit und persönliches Wohlergehen im neuen Jahr allen Leserinnen und Lesern, den Handwerkern, Gewerbetreibenden, Betrieben und Vereinen, unseren Kindern sowie unseren Mittelbacher Amtskollegen und befreundeten Heimatvereinen und Bürgerinitiativen der Umgebung. Meistern wir gemeinsam die Tiefen des Alltages und erfreuen uns umso mehr an den Höhen selbiger.

Erfreulich ging das Jahr los, wenn man den Spendeneingang unseres Heimatfestkontos beobachtet. Nachdem im vergangenen Jahr unsere Schnitzer mit einer Überweisung von 650 Euro die Herzen höher schlagen liesen, bedanke ich mich an dieser Stelle stellvertretend für alle anderen fleißigen Spender bei Frau Andrea Pfeifer für Ihre Spende im dreistelligen Bereich und Herrn Ronny Bernstein von der Firma BMF für einen vierstelligen Betrag. Der Grünaer Faschingsclub wird seine diesjährige Spende zur letzten Veranstaltung am 18. Februar in der „Getränkepfeifer-Sportarena" an den Ortschaftsrat übergeben.

Ein Gast und angenehmer Mitmensch in der heute so schnelllebigen Zeit suchte im letzten Jahr unser Rathaus auf – Herr Uwe Hübner, bekannt aus Funk und Fernsehen (z.B. ZDF Hitparade). In Anbetracht der Festplatzgröße und der Kapazität des Festzeltes wurde eine fixe Idee am Schreibtisch geboren – eine exklusive Veranstaltung für die 750 Jahrfeier in unserem Grüna mit Kultstars von gestern und heute nach dem Schema der Hitparade. Meinungen und natürlich Vorschläge (unter ovneubert.gruena@web.de) würden uns zeigen, ob so etwas gefallen könnte.


Ein Highlight wird am 16. August 2013 die gemeinsame Eröffnung der Festwoche mit unserer Feuerwehr werden, welche ihr 150jähriges Jubiläum begeht und alle Feuerwehren aus dem Umkreis dazu einlädt sowie eine Festveranstaltung vorbereitet mit den befreundeten Faschingsvereinen und dem Verband sächsischer Karnevalisten, da der GFC e.V. ebenfalls einen Geburtstag feiert – seinen 50sten. Natürlich wird unser einmaliges Generationstreffen am 23. August 2013 ein weiterer Höhepunkt. Geplant ist auch ein Abend der Grünaer Vereine, welche sich Ihren Gästen präsentieren.
Um den würdigen Rahmen der Außenanlagen wird sich der Chef des Schaustellerverbandes, Herr Klaus Illgen, höchstpersönlich bemühen. Er versprach, einen Rummelplatz zu zaubern, den es sonst nur auf Stadtfesten gibt – inklusive dem großen Riesenrad, um Grüna von oben zu sehen und Schnappschüsse fürs Fotoalbum zu zaubern. Ein größeres Treffen dazu gab es bereits am 12. Januar, nach dessen Ausgang ich selbst aufgeregt war und es kaum erwarten kann, in Grüna mal wieder richtig über einen Rummel zu pilgern.
Der Festplatz wird ein Teil des ehemaligen Geländes von unserem Sommerbad sein. Dank allen, die dies ermöglichen werden. Ich denke, es wird ein sehr geschichtsträchtiger Platz sein in Anlehnung an die Erinnerungen von 1988. Wir finden, es ist die beste Lösung nach mehreren vor-Ort-Besichtigungen, da diese Stelle die vernüftigsten Voraussetzungen bietet für die benötigten Medien (ein nicht unwesentlicher Faktor ist die Stromversorgung), die öffentliche Verkehrsanbindung, Parkmöglichkeiten ohne Beeinträchtigung unseres Verkehrsraumes, wenig Lärmbelastung und als absoluter Pluspunkt die Beschaffenheit des Untergrundes aus Asphalt für das großes Festzelt, den Rummel und natürlich unser Schuhwerk.
Appellieren möchte ich an dieser Stelle nochmals an alle Grünaer und Grünaerinnen, Vereine und Freunde unseres großen Ortsfestes im nächsten Jahr: Wir brauchen noch Mitstreiter für die Bewältigung anstehender Aufgaben bei der Durchführung sowie – nicht unerheblich – weitere Spenden. Danke allen, die sich bisher schon dafür aufgeopfert haben, und Dank im Voraus all denjenigen, die sich diesen Aufruf nochmals zu Herzen nehmen.
Auch würde ich mich freuen, wenn alle ehemaligen Grünaerinnen und Grünaer – viele sind ja weit in der Welt sesshaft geworden – eine Ansichtskarte von ihrem jetzigen Wohnort an unser Rathaus schicken für die Gestaltung einer großen Wandfläche – bitte unbedingt „weitersagen!" Außerdem würde ich mich über Schnappschüsse von unserem Grüna freuen, welche sich dann an selbiger Wand wiederfinden. Der beste, wie sollte es anders sein, wird prämiert.


Bauvorhaben und mehr Infos


Weniger Euphorie versprühte ich bereits in meinen Artikel zum Jahresanfang in der Freien Presse, da sich in Grüna außer der Kanalbaumaßnahme im Moment nicht viel dreht (leider dann auch nicht mal mehr die Pyramide vorm Rathaus, dies aber definitiv nur saisonbedingt). Und dann merkt man auch manchmal, wie oberflächlich doch manche Berichterstattung sein kann (Kirmestermin) getreu dem Motto: Hauptsache wir haben mal über die was in der Zeitung geschrieben.
Unsere Schulsanierung und die weitere Sanierung der Deckschicht der Chemnitzer Straße wurden nach hinten verschoben. Die Deckschichterneuerung fiel ins Wasser, da in Mittelbach aufgrund der Baumaßnahmen wieder eine Vollsperrung den Ort lahmlegen wird. Hierzu gab es mit dem Tiefbauamt ein nochmaliges Gespräch auf mein Bitten und siehe da, es wurde ein Weg gefunden, der zumindest etwas Optimismus wie bei einem Silvesterfeuerwerk versprühen lässt. So zum Beispiel wird die Deckschicht auf einem größeren Straßenabschnitt noch vor unserer großen Jahrfeier fertig sein. Desweiteren konnte erreicht werden, dass die Deckschicht bzw. der Zustand auf der Forststraße (Nettomarkt) in diesem Sommer erheblich verbessert wird, unser Ortseingangsbereich bis zum ersten Abschnitt Neustädter Straße einen neuen Belag erhält und ein Stück Fußweg auf der Dorfstraße erneuert wird (liebe Frau O., ich habe Ihre herzergreifende „Eingabe" nicht vergessen). Schließlich soll die Einfahrt zum Pennymarkt verbessert werden (dies ist leider schade für alle Sammler von Radkappen). Ja und wenn dies alles in Erfüllung geht, da passiert ja zumindest doch etwas.
Wenn ich ab und zu in der Presse blättere und mir einige Artikel durchlese, in welchen so positiv über in Investitionen in Chemnitz geschrieben wird, dann frage ich mich: Vergisst man da, dass wir auch dazu gehören sollen? Man kann mit Zahlen wirklich viel machen, aber bei manchen Aktivitäten kommt man sich schon vor wie in einer Pokerrunde und dies bezieht sich nicht nur auf Chemnitz sondern auf die im Moment allgemeine Finanzpolitik. Die Daumen drück ich Chemnitz von ganzem Herzen, dass, wenn der Bahnhof für 130 Mill. umgebaut ist, hoffentlich auch noch ein Zug fährt.

Traurig nicht nur für mich ist, dass die Bänke am Totensteinturm rückgebaut werden mussten. Über die Hintergründe werde ich mich hier nicht auslassen, nur verstehe ich manchmal die Welt nicht mehr, wenn man eigentlich was Gutes für die Allgemeinheit möchte und...

Am 21. Januar gab es einen großen Geburtstag zu feiern und ich schätzte mich glücklich, dem Jubilar höchstpersönlich die Hände geschüttelt und zum 175. Geburtstag gratuliert zu haben. (Aber Försterhut ab – so alt sieht er wirklich nicht aus und mich beschleicht öfters das Gefühl, ihn irgendwo schon mal gesehen zu haben.)

Freuen würden wir uns als Ortschaftsrat, wenn unsere monatlichen Sitzungen weiterhin zahlreich besucht werden. Es gibt viele interessante Dinge auch unter dem Punkt Informationen des Ortsvorstehers, die man nicht erst zeitversetzt vom Buschfunk erfahren muss. Außerdem hat man auch dort und nicht nur zu den Sprechzeiten im Rathaus die Möglichkeit, seine Anliegen und Fragen loszuwerden. Ich wünsche uns für 2012 gutes Gelingen bei allen Vorhaben, Festivitäten und Veranstaltungen unserer Vereine, reichlich Besucher in unserem Kulturzentrum Folklorehof. Ich denke, wer sich künstlerisch betätigen möchte, ist doch bei unseren Schnitzern, Klöpplerinnen, Malern oder beim Chor sehr gut aufgehoben.

Für die Anmietung bei Feierlichkeiten stehen natürlich auch in diesem Jahr wieder die Dachsbaude, das Vereinsheim im Wiesengrund und der „Taubenschlag" im Folklorehof zur Verfügung, wobei ich alle Besucher nochmals darauf hinweisen möchte, dass der kleine Festplatz kein Parkplatz ist.
Ansonsten mach' ich mich jetzt mal hier vom Acker, zumindest was den Platz im Ortsblatt betrifft. Reden wir nicht mehr über Dinge, welche uns im letzten Jahr nicht gelungen sind, sondern nutzen wir die Zeit lieber dazu, diese in diesem Jahr in die richtige Reihe zu bekommen, da sind wir alle gefragt. (Übrigens passieren auch viele positive Dinge in unserem Ort, die wir manchmal gar nicht mehr sehen oder die vielleicht schon selbstverständlich sind.)

Ich möchte an dieser Stelle noch ein Kompliment an einen Namensvetter machen, welcher zum Fasching doch sehr weibliche Gene an den Tag legt. Ich muss mich schon sehr zusammenreißen, wenn ich das nächste Mal Schuhe zum Be-sohlen schaffe, ohne schwach zu werden.

Zufriedenheit und Glück lassen sich schnell verdoppeln, wenn man sie weitergibt (NELU 2012)

Liebe Grüße Euer Lutz